25. September 2017

Koga Shihan 8.DanKoga-Shihan wurde am 3. August 1941 in Fukuoka-City, Japan geboren. Dort besuchte Koga-Shihan dann auch die Schule (Kurate High School).

Der einem Zufall, kam Shihan Koga um 1960 das erste Mal mit Karate in Kontakt. Denn ganz zu Beginn seiner Ausbildung in Kanazawa-City (Japan) zum Industrie-Designer, gab es an seiner Universität Demonstrationen verschiedenster Sportarten, für welche sich die Studenten einschreiben konnten. Der junge R.Koga, den die Natur eher mit einer kleineren Körperstatur versah, war dermassen von der Karate Demonstration beeindruckt und fasziniert, dass er sich sofort für diese entschied.

R.Koga trainierte Karate unter Susumu Nishimura Shihan. Trainiert wurde jeden Tag von Montag bis Freitag während 2½ Stunden. Die Prüfung zum ersten Dan bestand er 2½ Jahre später (1962).

1962 und 1963 vertrat er den Ishikawa Distrikt in den Kata Wettbewerben, war Mitglied der Kumite-Mannschaft der Universität und nahm an den japanischen Meisterschaften der Japan Karate Association teil. Zu jener Zeit wurde das Turnier in zwei Gruppen aufgeteilt: die A-Gruppe mit 5 Danträgern pro Team und die B-Gruppe mit jeweils 3 Danträgern (die Einteilung in A und B Gruppen hatte in keiner Weise etwas mit dem Können der Karateka zu tun, sondern mit dem Distrikt - so konnte es durchaus sein, dass die B-Gruppe viel bessere Karateka hatte, als die A-Gruppe). Die Kanazawa Universität war in der B-Gruppe. 1962 erreichte Koga-Shihan den 7. Platz in der Kategorie Kata.

Im März 1964 graduierte Koga-Shihan von der Universität mit einem Diplom für Industrielles Design in der Tasche. Von April des gleichen Jahres bis März 1969 war er als Industriedesigner bei Aichi Kokyo Co. (heute Aishin Seiki Co.) angestellt. Bei der Firma handelt es sich um eine Tochtergesellschaft von Toyota Motor Co. Zu jener Zeit wurde zu 80% für die Toyota Motor Co. produziert und zu 20% für Haushaltgeräte. Koga-Shihan entwarf während dieser Periode für Toyota Nähmaschinen, Strickmaschinen, Waschmaschinen, Kühlschränke und Farbfernseher. Die Strickmaschine qualifizierte sich für das "Gutes Design" Etikett, welches vom Ministerium für internationalen Handel und Industrie ausgegeben wird. Während seiner Anstellung bei Aichi Kokyo gründete er einen Karateclub in der Nähmaschinen-Fabrik in Anjyo-City.

1966 erhielt er den zweiten Dan von der Japan Karate Association.

Unermüdlich in seinem Streben nach Neuem wechselte R.Koga 1968 nach Hong-Kong wo er in seinem angestammten Beruf eine neue Herausforderung suchte und fand. Abends nach getaner Arbeit verschwand er im Keller seines Wohnhauses und trainierte. Bei seinem Training wurde er oft von seinen chinesischen Nachbarn beobachtet. Beeindruckt von seinem Können dauerte es nicht lange bis diese in baten, Ihnen die Kunst des Karate beizubringen. Aus dem Keller-Dojo entsprang kurz darauf (1971) die heute noch existierende Hong-Kong Shotokan Karate-Do Organisation.

1970 wurde Koga-Shihan der dritte Dan verliehen.

Dazumals stiesse dieser Verband sogar auf das Interesse von Filmstars wie Bruce Lee und Chuck Norris.

Auf diese Zeit geht auch seine erste Begegnung mit Kancho Kanazawa zurück, der damals noch Cheftrainer des JKA (Japanese Karate Association) war. Durch das Zerwüfnis mit der JKA gründete Kancho Kanazawa 1974 seinen eigenen Verband, die Shotokan Karate-Do. International Federation, mit Sitz in Tokio.

Es liegt in der menschlichen Natur sich an alles zu gewöhnen. Nur gibt es Menschen die etwas von ihrem Leben erwarten und sich gegen diese Gewohnheit stellen, wie R. Koga. Irgendwie fühlte er sich in Hong-Kong eingeengt. Wie gerufen kam damals die Einladung von einem Freund in die Schweiz zu reisen. Sofort wurden die Koffern gepackt und ein Flugzeit in Richtung Zürich bestiegen.

Angekommen in einem fremden Land, mit einer anderen Kultur, war es für ihn anfangs nicht einfach eine Anstellung als Designer zu finden. Dank dem kurzfristig eingeschalteten Studium an der Kunstgewerbeschule in Basel war es ihm möglich in der Schweiz zu bleiben. Er studierte von 1975 bis 1976.

Von 1974 - 1976 unterrichtete er Karate in Basel, Koblenz, Klingnau, Lenzburg, Schaffhausen, Bellinzona und Ascona, in Clubs, welche dem Swiss Karate-do Renmei (SKR) angehörten. 1976 erhielt Koga-Shihan den vierten Dan und amtierte als internationaler Schiedsrichter für Kata und Kumite. Im September 1976 zügelte er nach Locarno und begann seine Karriere als professioneller Karateinstruktor.

Im Jahr 1977 kam es zu Differenzen zwischen Koga-Shihan und dem japanischen Instruktor der SKR. Er verliess den Verband und gründetet die Shotokan Karate-do International Swiss Federation (SKISF).

SKISF-LogoMit dem Zusammenschluss der Clubs aus Locarno, Bellinzona und Aarau zum SHOTOKAN KARATE-DO INTERNATIONAL SWISS FEDERATION.
1978 wurde der heutige nationale Verband gegründet, der sich sofort dem S.K.I. von Kancho Kanazawa anschloss, der heute in über 100 Nationen vertreten ist.

1980 wurde er zum Träger des fünften Dan ernannt und übernahm das Generalsekretariat der Shotokan Karate-do International European Federation (SKIEF), welches er bis 1990 leitete.

1986 erhielt Koga-Shihan den sechsten Dan und im Jahr 1994 den siebten Dan.Koga Shihan 8.Dan

An den 7. SKI Weltmeisterschaften auf Bali, Indonesien war Koga-Shihan Oberster Schiedsrichter.

2001 wurde Koga-Shihan der Titel Hanshi verliehen (achter Dan).

2016 An der 12. SKIF-Weltmeisterschaften in Jakarta (Indonesien) wurde unserem Cheftrainer und Gründer des SKISF von Kanazawa Soke der 9. Dan verliehen.

Koga Shihan reist seit der Gründung des SKISF durch die Schweiz und vermittelt sein Wissen und Können in unzähligen Kursen und Seminaren. Sein Wesen und seine Art ist überall beliebt und sein Können über die Landesgrenzen hinweg bewundert. Er sucht im Karate sowie in seiner Freizeit die Harmonie von Körper und Geist. Er liebt das traditionelle Karate. Ein Karate das in seiner Ausübung weder Grenzen im Geschlecht noch im Alter hat. Nicht das Streben nach Medaillen in der Jugend, sondern das tägliche Training sind die Basis zur Formung des Charakters und Erhaltung der Gesundheit um der Vollkommenheit ein Stück näher zu kommen.


Quellenverzeichnis: